Vietnams wechselvolle Geschichte

Ein ständiger Kampf um Unabhängigkeit

Die Geschichte Vietnams ist vor allen Dingen ein Kampf um Unabhängigkeit. Der Name „Vietnam“ heißt übersetzt die „Viet des Südens“ und deutet daraufhin, dass die frühen Bewohner des Landes eine unter vielen „Viet“-Volksgruppen waren. Andere gingen im chinesischen Kaiserreich auf, daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Vietnam immer wieder mit chinesischen Begehrlichkeiten zu kämpfen hatte und sogar lange Zeit von China beherrscht wurde.

Vietnam-Hanoi

Im ausgehenden 18. Jahrhundert entdeckten die Franzosen das Land für sich und brachten es Schritt für Schritt unter ihre Kontrolle. Zwar gab es unter der französischen Regierung (ab 1883) große Entwicklungen im Bereich der Infrastruktur, aber für viele dieser Fortschritte mussten Vietnamesen, aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen, mit ihrem Leben bezahlen. Gegen diese Unterdrückung begehrten Widerstandsgruppen unter dem kommunistischen Führer Ho Chi Minh schließlich auf und riefen 1945 in Hanoi die Demokratische Republik Vietnam aus. Der daraufhin ausbrechende Indochina-Krieg gegen die französischen Truppen war äußerst brutal und endete in der französischen Niederlage und der Teilung des Landes in Nord- und Südvietnam im Jahr 1954.

Das war jedoch erst die Ouvertüre. In Südvietnam brach kurze Zeit nach der Teilung ein Bürgerkrieg aus, bei dem sich die Truppen der Nationalen Befreiungsfront für Südvietnam, kurz Vietcong, und die Soldaten Südvietnams gegenüberstanden. Diese als Vietnamkrieg oder Zweiter Indochinakrieg bekannte militärische Auseinandersetzung war gleichzeitig ein Stellvertreterkrieg zwischen den Systemen. Während die USA zusehends tatkräftiger auf Seiten des kapitalistischen Südens eingriffen, unterstützten die Sowjetunion und China den kommunistischen Norden. Der Vietnamkrieg forderte bis zu fünf Millionen Opfer: Grausamer Höhepunkt des Krieges war der US-amerikanische Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange, der Millionen von Vietnamesen verstümmelte. Nachdem sich die amerikanischen Truppen, auf Druck der Friedensbewegung, ab 1969 langsam zurückgezogen hatten, eroberten die nordvietnamesischen Kräfte 1975 schließlich den Süden und vereinigten das Land unter kommunistischer Herrschaft.

Vietnam-Hanoi

Inzwischen hat sich Vietnam merklich erholt. Die 1986 von der kommunistischen Regierung erlassenen Wirtschaftsreformen („Doi Moi“) zeigten rasch Wirkung. Die Transition von der Planwirtschaft zu einer vergleichsweise freien Marktwirtschaft gelang mustergültig und das Land erlebt seitdem einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung (das Bruttoinlandsprodukt hat sich seit 1990 beinahe verzehnfacht). Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass die Herrschaft der kommunistischen Partei ungebrochen ist und wichtige Bürgerrechte und Freiheiten der vietnamesischen Bevölkerung weiterhin vorenthalten bleiben.

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